Raphaela Preuß Raphaela Das kurze Leben unserer kleinen Lotta ... Als wir im Dezember 2015 erfahren haben das ich schwanger bin, konnten wir unser Glück kaum fassen.

 

Die ersten Wochen verliefen soweit problemlos, ausser die ,,normale" übelkeit. Bei den Ultraschall Terminen sagte mir meine Frauenärztin immer wie toll sich das Baby entwickelt und das es schon ziemlich gross ist. Ich fuhr jedes mal mit einem sehr guten Gefühl nach Hause. In der 14ssw. habe ich starke unterleibsschmerzen bekommen, erst dachte ich das es die Mutterbänder sind, aber ich entschloss mich am nächsten Tag doch zu meiner Frauenärztin zu fahren. Sie machte einen Schall vom Bauch, sagte nichts, nur das ich am nächsten Morgen noch mal wieder kommen soll weil das Baby nicht gut liegt und Sie nicht viel sehen könnte. (Heute weiss ich das dass nur eine Ausrede war) Am nächsten morgen wurde ich ins Behandlungszimmer gerufen,dort warteten meine Frauenärztin und Ihre Kollegin.

 

Beide schallten meinen Bauch und ich fragte was hier los ist. Ich hätte schon in diesem Moment anfangen können zu weinen, weil ich ahnte das etwas nicht stimmt. Sie sagte das Sie nicht genau sagen kann was los ist, da alles schlecht zu erkennen ist, die Praxis machte uns einen Termin bei der Feindiagnostik 2 Tage später. Bei der Feindiagnostik stellte sich dann heraus das unser Baby schwere Mißbildungen hat und keine chance auf ein weiteres Leben! Diagnose : Limb-body wall complex Ich konnte das alles nicht glauben und all das was der Arzt und erzählt hatte, weiss ich heute nicht mehr, mein Kopf war wie leer, das konnte doch alles nicht wahr sein.

 

4 Tage später hatten wir dann einen Termin im Krankenhaus um uns noch eine zweite bzw dritte Meinung einzuholen. Aber auch da bestätigte man uns die Diagnose. Wir hatten so gehofft das der Arzt sich getäuscht hat.... Wir standen jetzt vor der schlimmsten Entscheidung die ein Mensch treffen kann. Leben oder Tot. Wir haben uns tagelang erkundigt ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt was unserer kleinen Lotta am Leben hält. Aber nichts. Uns wurde geraten die SS abzubrechen und mit der Einleitung zu beginnen. Nach langem überlegen haben wir dem zugestimmt. Lotta hatte einfach keine chance. In der einen Woche bis zum Termin zur Einleitung habe ich sehr viel mit Lotta gesprochen und ihr immer wieder gesagt das Sie für all dies nichts kann und das wir Sie immer lieben werden. Ìch habe jeden Tag genossen indem sie noch unter meinem Herzen war !!! Dann kam der Tag der einleitung...

Wir sollten am 27.02.2016 um 13 uhr auf der Station sein um die Geburt einleiten zu lassen. Abends gegen 18 waren meine wehen schon so stark das ich in den Kreißsaal musste, dort ist nach ca 1stunde meine Fruchtblase geplatzt. Ich wollte das es endlich vorbei ist, ich konnte nicht mehr. Leider hatte ich kurze Zeit später einen starken blutsturz sodass ich sofort operiert werden musste. Nachts bin ich dann auf der Intensivstation wach geworden, mein Mann und meine Familie waren auch da. Wir durften uns noch von Lotta verabschieden, sie war so klein aber wunderschön !!!! Leider hat man ihr angesehen wie krank Sie war und wir wussten das wir den richtigen Weg gegangen sind, wir haben ihr viele schmerzen erspart. 4 Tage nach der schlimmen Geburt war Lottas Beisetzung im engsten Kreise der Familie. Wir mussten unseren Sonnenschein gehen lassen,für immer.... Meine kleine liebe Lotta, wir werden dich Niemals im Leben vergessen und dich immer Lieben. Wir hoffen so sehr das du jetzt keine Schmerzen mehr hast, irgendwann sehen wir uns wieder ! Wir lieben dich, Mama & Papa

Von Sternenmama Raphaela Preuß

Sernenkinder.info  Ein kleiner Engel kam, lächelte und kehrte um...

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