Im Juni 2008 habe ich erfahren dass ich schwanger bin. Mein Mann und ich haben uns riesig gefreut, denn es war geplant.

Leider kam ich zuvor nie weiter als bis zur 7. SSW. Ich machte mich schon halb verrückt warum es denn nie klappt. Dann war es soweit, ich war über den 7 Wochen drüber und ich freute mich dass es endlich richtig geklappt hat und ich endlich bald ein Kind im Arm liegen hätte haben können. Meine Freude ging leider nur bis zur 16. SSW. Im September hatte ich in der 16.SSW einen Kontrolltermin beim Frauenarzt. Er begrüßte ich lächelnd und sagte, dass er heute gucken wolte was es wird.

Ich war schon so nervös und aufgeregt, einen Jungen hatte ich ja schon 2005 bekommen. Er schallte auf meinem Bauch eine gefüllte Ewigkeit von allen Positionen. Es herrschte Stille. Auf einmal sagte er, es tut mir leid aber das Herz schlägt nicht mehr, ihr Baby ist tot. Er hörte auf zu schallen und sagte, ich solle schnellstmöglich ins Krankenhaus. Er machte sofort einen Nottermin im Krankenhaus aus wo ich erscheinen sollte. Vor der Anmeldung brach ich in Tränen aus und bekam die EInweisung fürs Krankenhaus mit.Unterwegs nach Hause rief ich weinend meinen Mann an und berichtete ihm von dem Vorfall. Ich war in Schock und Trance zugleich und mir hat es volle Kanne die Füße unter dem Boden weg gezogen. Ich konnte mich kaum noch auf den Straßenverkehr konzentrieren und wollte nur noch heim. Zuhause bin ich erst mal in den Händen meines Mannes zusammen gebrochen. Als ich mich etwas erholt hab, hab ich meine Sachen gepackt und bin in die Klinik. Mein Mann konnte leider nicht dabei sein, da er leider keinen Babysitter für mein erstes Kind gefunden hatte. In der Klinik wurde dann nochmal Ultraschall gemacht und genau geschaut ob es wirklich stimmt. Es stimmte. Es war das letzte mal dass ich im Ultraschall mein Baby gesehen habe. Ich bekam sofort eine Einleitung. Bei den Hebammen und Ärzten fühlte ich mich richtig unwohl. Ich wurde nicht aufgeklärt was auf mich zu kommt, wie und was nach der Geburt gemacht wird. Ins Zimmer ließ ich dann nach einiger Zeit einen Seelsorger kommen und hab mit ihm besprochen, was nach der Entbindung mit meinem Kind passiert und welche Möglichkeiten ich hätte.

Auf einmal gings richtig schnell. Ich bat dem Seelsorger dass er schnellstens eine Hebamme oder eine Ärztin holen sollte, da die Geburt jetzt los ginge. Ich kam nur noch ins Arztzimmer und musste dort mein Kind gebären. Es wurde mir sofort weg genommen und ich lag wenige Minuten auch gleich schon am OP Tisch zur Ausschabung. Mein Kind kam also am 16.09.2008 gegen 20:45 Uhr still zur Welt. Am Nächsten Tag wurde ich einfach so entlassen ohne dass ich mein Kind sehen durfte, ohne das irgendein Gespräch statt gefunden hätte, es passierte rein gar nichts. Am nächsten Tag bin ich zu meinem Bestatter gegangen, den ich ein Jahr zuvor schon hatte wegen Opas Beerdigung. Als ich mit ihm die Beerdigung geplant hatte, erfuhr ich dass mein Kind obduziert wird er der nach den Hebammen und Ärzten der erste gewesen sei, der mein Kind gesehen hätte, da er zufällig gerade im Keller gewesen sei. Auch er brach in Tränen aus weil er mich ja schon kannte. Er organisierte die Beerdigung dass es im Landfriedhof und nicht im Stadtfriedhof also da wo mein Opa begraben wurde, auch mein Kind ein Grab bekommen würde. Einen Tag später hatte mein Bestatter 14 Tage Urlaub und bis dahin sollte eigentlich so dachten wir, die Obduktion abgeschlossen sein. Falsch gedacht!!! Mein Bestatter machte im Krankenhaus einen mords Theater was das für eine sauerrei sei.

Zwei Tage später bekamen wir dann das OK zum bestatten. Mein Bestatter rief mich an und machten den Termin zum beerdigen aus. Bis zu diesem Termin ließ er extra für mich einrichten, dass das Leichenschauhaus die ganze Nacht geöffnet war, dass ich zu meinem Kind könne. Auch machte mein Bestatter Bilder vom Sarg.  Schmerzerfüllt ging ich in das Leichenschauhaus und sah einen weißen kleinen Sarg dort auf einer Barre liegen. Vor dem Fenster brach ich erneut zusammen. Am Tag der Beerdigung brach ich vor dem Grab meines Kindes erneut zusammen und wollte es nicht beisetzen lassen. Ich hab geschrien, dass man es nicht runter in die Erde lassen dürfte. Eine gute Freundin von damals stützte mich und stand mir in dieser schweren Stunde bei. Auch die anderen weinten.  Ich wartete auf dem Tag bis ich die Obduktionsergebnisse erfahren könne.

Ich war so aufgeregt und nervös. Sie erzählten mir, dass es eine Prinzessin geworden wäre und keine Fehlbildungen gehabt hätte. Auch erfuhr ich, dass das Baby schon mindestens 10 Tage vor der Entbindung gestorben sein muss, da bei der Entbindung schon Totenstarre aufgetreten war. Ich hab mir alles auf einem Blatt notiert was mir die Pathologen erzählt haben und hab es leider auf dem Tisch liegen lassen und als mein Mann noch las, dass es eine Prinzessin geworden wäre, brach auch er in Tränen aus, denn es wäre  auch seine Wunsch Prinzessin geworden. Mein Mann wünschte sich immer schon eine Prinzessin. Ich machte mir Vorwürfe weil ich leider nichts gemerkt  hatte, keine Blutungen oder sonstiges gehabt hatte. Wir haben unserer Tochter den Namen  Sophie Marie gegeben.Einige Zeit später holte ich mir vom Krankenhaus Bilder meiner kleinen Prinzessin ab und sie war wirklich wunderschön.  Meine kleine Prinzessin, wir lieben dich über alles und du bist für immer in unsere Herzen. Deine 3 Brüder, Mama und Papa vermissen dich ganz dolle. Wie gern würde ich die Stufen zum Himmel steigen und dich wieder runter holen.

--- Sternenmama ---

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