Am 13.07.15 habe ich (17) meine Große Liebe zur Welt gebracht. Er hieß Leam Jamie-2730g schwer &' 48cm groß, kerngesund. Er war das größte für mich. Er sollte mit 2 1/2 Monaten geimpft werden-ich war dagegen.

(Die sind ja nicht umsonst freiwillig.) Jedoch wurde ich dazu gedrängt es machen zu lassen. Soweit so gut. Er ist schlimm krank geworden - Wechselfrieber, keine Nahrungsaufnahme mehr, sowas.. Am 08.10.2015 brachte ich ihn gegen 22:30 Uhr ein letztes Mal zu Bett. Er wollte seine Flasche nicht, also habe ich ihn schlafen lassen. Ich wurde am Morgen des 09.10.2015 von den Sonnenstrahlen geweckt &' erschrak sofort, als ich bemerkte wie spät es bereits war. Ich rief Leam - normalerweise reagierte er irgendwie.

Doch als nichts kam sprang ich zu seinem Bett, hob ihn hoch &' hätte ihn beinahe vor Schreck fallen lassen.. Ich fing an zu schreien, bekam aber davon nichts mit, das wurde mir erst später gesagt. Er war ganz kalt &' starr. Er hatte lilane Flecken im Gesicht...mir ist bis heute unbegreiflich wie sie dahin kamen. Ich rannte auf den Flur & schrie um Hilfe. Es kam mir stundenlang vor, als endlich einer kam. Ich drückte ihr meinen toten Sohn in die Hand, strich ihm über den Kopf, küsste ihn &' sagte "Mama bekommt das hin. Ich rette dich. Oh bitte lieber Gott!!" Ich zog mir eine Hose und ein T-Shirt an, riss ihr das Kind aus den Armen & rannte Barfuß durchs Treppenhaus Richtung Straße.

Meine Hochschwangere Beste Freundin sah ihn & brach zusammen. Ich konnte sie nicht beachten, ich musste ihn doch retten! Ich hätte alles für ihn getan! Die Erzieher der anderen Gruppe reagierte genau richtig: sie blieb ruhig, nahm mir Leam aus der Hand, sagte sie wolle ihm helfen. Ich stand komplett unter Schock. Ich musste doch irgendwas machen. Kurz darauf kam der Notarzt, der Seelensorger &' die Kripo. Das war zu viel für mich. Ich brach zusammen. Als ich wieder realisierte, was los war saß ich auf dem Boden des Büros, unter dem Schreibtisch, zusammengekauert wie ein kleines Kind. Der Notarzt sprach im Nebenzimmer mit meinen Erziehern..ich hörte jedes Wort.. es war so schlimm für mich, ich dachte ich müsse sterben.. Ich sollte den Kindsvater anrufen, doch es kamen statt Worte nur Tränen über Tränen.

Ich wurde in ein anderes Stockwerk gebracht, dort kümmerte sich die Seelsorgerin um mich, bis die Kripo kam. Das war das allerschlimmste. Sie fragten mich, ob ich ihn ermordet hätte.. Ich war so fassungslos.. Er war schon 8 Stunden tot, als ich ihn fand. Der Plötzliche Kindstod nahm ihn mit. Bei der Beerdigung war es noch schlimmer. Erst war ich ganz ruhig, doch als ich den Sarg sah, schrie ich alle an, dass das Baby in dem Sarg gar nicht meines wäre, dass sie alle lügen würden. Heute bereue ich es, dass ich ihn nicht nochmal sehen wollte. Ich habe ein Bild vom offenem Sarg bekommen, damit mir etwas bleibt. Ich saß am Anfang oft am Grab &' erzählte im alles, was ich im Kopf hatte. Mittlerweile kann ich nichtmal ein Foto von ihm sehen, ohne Tränen. Er fehlt mir so sehr &' trotz der Diagnose plagen mich immernoch Schuldgefühle. Hätte ich ihn vllt retten können, wenn ich mir einen Wecker gestellt hätte? Hätte es nie so weit kommen müssen? Ich werde es nie wissen. Mein Patenkind ist genauso alt wie mein Sohn jetzt wäre. Es schmerzt manchmal sehr sie lachen zu sehen & zu wissen, dass mein Sohn jetzt mit diesem Kind spielen könnte. Mit ihm lachen könnte. Es ist schon so lange her, trotzdem fühle ich mich zu nichts in der Lage. Fühle mich kraftlos &' leer.

Ausgelaucht vom Leben. Ich kann nicht mehr. Er fehlt mir so. &' wenn ich nicht die wunderbarsten Menschen in meinem Leben hätte, die man sich nur wünschen kann, dann wäre ich ihm schon gefolgt. Ich habe letztens von ihm geträumt. Das hat mich mal wieder komplett aus der Bahn geworfen. Meine Beste Freundin meinte, er vermisse mich genauso sehr &' hat mich diesen wundervollen Traum träumen lassen, um Zeit mit mir zu verbringen, um mich wissen zu lassen, dass ich immer bei ihm sein werde. Ich weine in letzter Zeit wieder sehr viel. Ich fühle mich zu nichts im Stande. Er fehlt mir so, das bricht mir das Herz. Ich liebe dich, Leam.

 -- Sophie Sndr --

Sernenkinder.info  Ein kleiner Engel kam, lächelte und kehrte um...

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