Trauerkerze
  In Gedanken ein stiller Gruß für Dich von Herzen. 
  Ein Licht für kleine Engel. 

  

Bitte erkennt unsere Kinder und unsere Trauer an!

 

Der Verlust unserer Kinder ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist ein kaum auszuhaltender Schmerz, der niemals vergehen wird. Er wird mit der Zeit nur erträglicher. Wir wissen, dass der Verlust unserer Kinder auch für unser Umfeld schwer ist. Welche Worte soll man wählen? Wie soll man sich verhalten? Hier sollen Sie ein paar Ratschläge bekommen, damit Sie sich in dieser Situation sicherer fühlen und als Hilfe empfinden. Und auch, damit Sie uns nicht noch in unserer Trauer verletzen sondern stützen.


Hilfreich ist:

  • Sprechen Sie bitte mit uns! Wir sind froh über jede Gelegenheit, wenn wir über unser totes Baby sprechen können.
  • Auch wenn wir uns wiederholen - hören Sie uns bitte zu.Unsere Geschichte ist nur kurz, aber uns ist sie enorm wichtig und wir müssen sie immer wieder erzählen. Wir haben leider nichts neues zu berichten...
  • Sagen Sie "Es tut uns leid!", wenn Ihnen die Worte fehlen. Auch zu sagen "Ich weiß nicht, was ich sagen soll" ist ehrlich und hilft.
  • Manchmal sagt ein Händedruck oder eine Umarmung mehr, als tausend Worte...
  • Denken Sie daran, das die Zeit diese Wunde NICHT heilt. Wir werden immer an unser Kind denken.
  • Vergessen Sie bitte die Gedenktage nicht - Geburtstag, Todestag, geplanter Entbindungstermin, wann Einschulung gewesen wäre...
  • Wenn Sie uns Hilfe anbieten wollen, kommen Sie auf uns zu! Warten Sie nicht, bis wir anrufen.
  • Nehmen Sie uns einfach, wie wir momentan sind. Wir werden NIE MEHR die gleichen Menschen sein, wie vorher.
  • Nennt unser Kind beim Namen
  • Zeigt Verständnis für unser Verhalten

 

Verletzend sind Sätze, wie:

  • "Ihr seid noch jung und könnt andere Kinder haben."(Mag sein, aber dieses Kind fehlt uns immer!)
  • "Wer weiß, wozu es gut gewesen ist." (Mein Baby ist gestorben! Wozu soll das gut sein?)
  • "Sei froh, das es so früh passiert ist."
  • "Glücklicherweise hast Du es ja kaum gekannt."
  • "Du musst versuchen, es zu vergessen. (Unmöglich! Niemals!)
  • "Zum Glück hast Du ja noch andere Kinder." (Welche dieses Kind aber nicht ersetzen können!)
  • "Ich weiß, wie Du Dich fühlst." (Außer, man hat die gleiche schlimme Erfahrung.)
  • Es war doch noch kein richtiges Kind
  • Besser als ein krankens Kind
  • Das Leben geht weiter
  • Nächstes Mal geht es gut
  • Macht ihr denn ein Neues (Kind)
  • Zeit heilt alle Wunden
  • Wenigstens weißt du jetzt, dass du schwanger werden kannst
  • Du hast ja noch Zeit
  • Wie lange willst du noch trauern
  • Andere haben es noch schwerer getroffen
  • Du musst jetzt stark sein
  • Du wirst bestimmt schnell wieder schwanger
  • Ihr habt doch schon x Kinder
  • Lenk dich ab und geh gleich wieder arbeiten
  • Wie konntest du dir dein Kind/“DAS“ nur ansehen und anfassen
  • Wir sind Eltern, wir wissen wie es dir jetzt geht
  • Du übertreibst / Du steigerst dich da rein
  • Versucht es einfach nochmal

Erwartet nicht, dass wir nach wenigen Tagen/Wochen wieder wie vorher sind

Wir erleben ein Gefühlschaos und wissen nicht damit umzugehen. Trauer, Sehnsucht, Schmerz, Hilflosigkeit, Schuldgefühle und auch Wut wechseln sich ab. Sie sind mal sanfter und mal härter zu uns. Und sie brechen nicht mit Vorankündigung über uns herein. Wir müssen nicht nach einer bestimmten Zeit wieder funktionieren! Wir dürfen weinen, schreien und wütend sein. Vielleicht tut ihr es gemeinsam mit uns, nehmt uns einfach in den Arm oder hört uns zu wenn wir über unser Kind sprechen und wechselt nicht das Thema.

Vielleicht können Sie Ihre Anerkennung der Trauer und des Verlustes auch zeigen. Sie können den Sterneneltern einen Brief schreiben was indem Sie etwas über das verstorbene Kind schreiben. Oder ein Sternenkindergedicht einrahmen und schenken, mit zum Friedhof gehen, eine Gedenkkerze herstellen,.... Notieren Sie sich den Todestag und vielleicht auch den eigentlich errechneten Entbindungstermin und erinnern sich an diesen Tagen mit den Eltern gemeinsam an das Kind. Auch Mutter-und Vatertag spielt für die Betroffenen eine wichtige Rolle. Denn sie sind Mutter und Vater!

Auch praktische Hilfe ist wertvoll in dieser schweren Zeit. Nehmen sie der Familie Besorgungen ab. Gehen Sie für die Familie einkaufen, kochen etwas für sie oder machen andere Erledigungen die anstehen und von Ihnen übernommen werden könnte.

Auch wenn es für Sie eine schwere Situation ist und sie Angst vor dem Umgang mit den Betroffenen haben, versuchen Sie ihre eigene Furcht hinten an zu stellen. Die Sterneneltern werden es Ihnen von Herzen danken. Sie werden eine wichtige Stütze sein.


 

Hier ein sehr schönes Gedicht zum Thema, welches mir aus dem Herzen spricht: 

Mitmenschen, nehmt uns Trauernde an!

Geht behutsam mit uns um, denn wir sind schutzlos.
Die Wunde in uns ist noch offen und weiteren Verletzungen preisgegeben.
Wir haben so wenig Kraft, um Widerstand zu leisten.

Gestattet uns unseren Weg, der lang sein kann.
Drängt uns nicht, so zu sein wie früher, wir können es nicht.
Denkt daran, dass wir in Wandlung begriffen sind.
Lasst Euch sagen, dass wir uns selbst fremd sind. Habt Geduld!

Wir wissen, dass wir Bitteres in Eure Zufriedenheit streuen,
dass Euer Lachen ersterben kann, wenn Ihr unser Erschrecken seht,
dass wir Euch mit Leid konfrontieren, das Ihr vermeiden möchtet.

Wenn wir Eure Kinder sehen, leiden wir.
Wir müssen die Frage nach dem Sinn unseres Lebens stellen.
Wir haben die Sicherheit verloren, in der Ihr noch lebt.

Ihr haltet uns entgegen: Auch wir haben Kummer!
Doch wenn wir Euch fragen, ob Ihr unser Schicksal tragen möchtet, erschreckt Ihr.
Aber verzeiht: Unser Leid ist so übermächtig, dass wir oft vergessen,
dass es viele Arten von Schmerz gibt.

Ihr wisst vielleicht nicht, wie schwer wir unsere Gedanken sammeln können.
Unsere Kinder begleiten uns. Vieles, was wir hören, müssen wir auf sie beziehen.
Wir hören Euch zu, aber unsere Gedanken schweifen ab.

Nehmt es an, wenn wir von unseren Kindern und unserer Trauer zu sprechen beginnen,
wir tun nur das, was in uns drängt.
Wenn wir Eure Abwehr sehen, fühlen wir uns unverstanden und einsam.
Lasst unsere Kinder bedeutend werden vor Euch.
Teilt mit uns den Glauben an sie. Noch mehr wie früher sind sie ein Teil von uns.
Wenn Ihr unsere Kinder verletzt, verletzt Ihr uns.
Mag sein, dass wir sie vollendeter machen, als sie es waren,
aber Fehler zuzugestehen fällt uns noch schwer.
Zerstört nicht unser Bild! Glaubt uns, wir brauchen es so.

Versucht, Euch in uns einzufühlen. Glaubt daran, dass unsere Belastbarkeit wächst.
Glaubt daran, dass wir eines Tages mit neuem Selbstverständnis leben werden.
Euer "Zu-trauen" stärkt uns auf diesem Weg.
Wenn wir es geschafft haben, unser Schicksal anzunehmen,
werden wir Euch freier begegnen.
Jetzt zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen.
Wir brauchen Eure Annahme.
Vergesst nicht: wir müssen so vieles von neuem lernen,
unsere Trauer hat unser Sehen und Fühlen verändert.

Bleibt an unserer Seite!
Lernt von uns für Euer eigenes Leben!

-Erika Bodner-

 

 

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